Wilde Pilze grillieren, braten, fritieren und konservieren

Wilde Pilze grillieren, braten, fritieren und konservieren 2016-12-13T04:35:42+00:00

Wilde Pilze nach traditioneller Ikariotischer Art

Alle unten beschriebenen Zubereitungsarten stellen einen leckeren Μεζέ (Meze, Vorspeisenteller) dar. Meze wird am Liebsten zu Wein, Ouzo oder Tsipouro gereicht. Frisches Weissbrot dazu reichen. Es wird wohl an Weinachten und Neujahr keinen Festtagstisch ohne diese Delikatesse geben! Erfahrungsgemäss bleibt kein einziger Pilz auf dem Teller. Sollten jedoch wider Erwarten doch einmal einige übrig bleiben, siehe weiter unten meine Konservierungstipps.

Alle diese Rezepte kannst du natürlich mit jeder Art von frischen Pilzen machen, auch selbst gekauften, aber jetzt mal Hand aufs Herz, die selbst gesammelten schmecken natürlich am allerbesten! Lies dazu „Pilzjagd in Ikaria“

Meine Lieblingsrezepte

Zuallererst werden die Pilze verlesen und möglichst ohne Wasser geputzt, schlechte, fleckige, wurmige und verfärbte penibel aussortieren, nur die knackigen ganz frischen Exemplare verwenden.

Pilze grillieren

Bevorzugt werden die ganzen Pilze auf Holzkohle direkt am Kaminfeuer geröstet. Der Grill geht aber auch. Ich schneide die Stiele weg, so dass nur die Hütchen bleiben. Stiele kannst du für ein lecker Süppchen aufbewahren. Pilze salzen und möglichst flach auf dem Grill auslegen und oft wenden, da sie leicht verkohlen. Wenn sie schön ledrig sind vom Feuer nehmen. Mit gutem Olivenöl und Zitrone beträufelt ein Leckerbissen! Frisches Weissbrot dazu reichen. Diesen Meze kann man gut auf Vorrat vorbereiten, denn kalt schmecken die Pilze genauso wie warm.

Pilze im Ofen braten

Die Pilze in mundgerechte Stücke zerschneiden, salzen, mit etwas Olivenöl beträufeln und dann in ein tiefes Ofenblech geben. Bei 200 Grad im eigenen Saft, der nach kurzer Zeit austritt schmoren lassen bis der Saft verdampft ist. Falls zuwenig Saft vorhanden ist, darfst du ruhig ein Glas Wasser dazugeben. Die Pilze sollten nicht vom Wasser bedeckt sein, aber auch nicht am Blech ankleben weil zuwenig Flüssigkeit vorhanden ist. Braucht einwenig Beobachtung. Ab und zu alles gut duchmischen, so dass die Pilze auf allen Seiten gebraten werden. Nach einer guten halben Stunde wird die Flüssigkeit verdampft sein, die Pilze gar und sie sollten eine schöne braune Farbe angenommen haben. Dann auf den Teller, nochmals einwenig frisches Olivenöl und Zitronensaft dazu und geniessen! Frisches Weissbrot dazu reichen. Kalt schmecken sie so zubereitet noch fast besser als heiss. Diesen Meze kannst du also auch gut als Vorrat vorbereiten.

Pilze im Olivenöl frittieren

Hierfür lasse ich wieder die Pilze ganz. Ich schneide auch hier wieder die Stiele weg, so dass nur die Hütchen bleiben. Stiele kannst du für ein lecker Süppchen aufbewahren. Genug Olivenöl in eine Bratpfanne geben, so dass die Pilze darin schwimmend gebacken werden können. Die Pilze auf beiden Seiten salzen, während du das Öl in der Pfanne ganz heiss (höchste Stufe) werden lässt. Wer mag, kann die gesalzenen Pilze noch vor dem Braten in Mehl wenden, ich mag aber die nackten Pilze genauso. Sie nun im heissen Öl schwimmend auf beiden Seiten goldbraun backen und auf einem Küchenpapier gut abtropfen lassen. Mit Zitrone beträufeln und am Besten warm genissen. Frisches Weissbrot nicht vergessen.

Pilze in Olivenöl konservieren

Alle diese Zubereitungsarten stellen wie gesagt einen leckeren Meze dar. Erfahrungsgemäss bleibt kein einziger Pilz auf dem Teller. Sollten jedoch wider Erwarten doch einmal einige Pilze übrig bleiben, kannst du sie einfach in ein gut verschliessbares Marmeladenglas geben und mit Olivenöl bedecken. Das Glas etwas schütteln, denn es sollten wirklich keine Luftblasen mehr zwischen den Pilzen sein, sondern alles ganz dicht mit Olivenöl abgedeckt sein, dann sind sie im Kühlschrank oder Keller noch monatelang haltbar. Wer mag kann sogar noch ein paar Knoblauchzehen und Pfefferkörner oder sonstige Gewürze mit hinein geben…

In Essig eingelegte Wildpilze

Die ganzen Pilze einige Minuten im gesalzenen Wasser (1 l Wasser, 5 gestrichene Suppenlöffel Salz) kochen lassen. Herausnehmen, gut abtropfen lassen und das Wasser wegschütten. Dann einen Essigsud herstellen (6 Teile Wasser, 1 Teil heller Weinessig, Gewürze nach Geschmack, z.B. Senfkörner, zerkleinerte Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Wacholderbeeren mitgaren, aber der Sud kommt bei Pilzen auch ohne alles aus, es erhöht das Eigenaroma). Die Pilze dann etwa 15 Minuten darin köcheln lassen. Heiß in saubere nicht zu große Marmeladengläser füllen, der Sud muss die Pilze gut bedecken. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder heiss sofort verschliessen oder abkühlen lassen und zum Schluss etwa einen Fingerbreit Olivenöl über den Pilzsud geben. Gläser am besten mit Schraubverschluss verschließen und eher dunkel und kühl im Kühlschrank oder Keller lagern. Auch so kann man die Pilze noch Monate später geniessen.

Καλή όρεξη! – Kali oreksi! – Guten Appetit!

Kennst du selber ein leckeres Pilzrezept? Unbedingt unten im Kommentarfeld mitteilen! Wir sind dir dankbar!!!

Lies dazu auch: Wilde Pilze sammeln in Ikaria

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3 Kommentare

  1. Malena Viljanen 21/12/2013 um 14:21 Uhr- Antworten

    Hallo Ursula, Wirklich lecker wie das so zu lesen ist…! Macht Lust es auszuprobieren¨ Wir haben leider keine Ziegen welche uns Vorkosten könnten, so werde ich mich auf gekaufte verlassen : ) Vielleicht wird aus unserm neuen Hundi ja mal ein Trüffelhund. Die faszinieren uns sehr! Lieber Gruss Malena

  2. Susanne 26/05/2015 um 08:59 Uhr- Antworten

    Liebe Ursula, danke für Dein tolles Rezept! Mein Tipp: Bei mir gehören unbedingt noch Petersilie und Knoblauch mit zu den Manitaria. Viele Grüße,
    Susanne

    • Ursula 03/06/2015 um 19:23 Uhr- Antworten

      Danke für deinen Tipp! Klingt gut! Wilder Thymian passt übrigens auch hervorragend! LG Ursula

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