Brief an die Ikaria-Freunde von Kirsten Grimm

Schnee in RachesLiebe Ikaria Freunde,

beim Durchsehen des Spendenkontos habe ich mich gefreut – da gibt es einige neue Namen und sogar Familien, die sich spontan entschlossen haben, für die Schulen in Christos zu spenden! Und auch die Menschen, die schon seit 3 Jahren regelmäßig einen Beitrag für Ikaria bereit halten, sind treu dabei geblieben.

Ihnen/euch Allen möchte ich von Herzen danken!

Zum größten Teil kann ich das leider nicht mit einer persönlichen mail tun, da mir die mail-Adressen nicht bekannt sind, daher auf diesem Weg.

Ursula sagte mir, dass die Tankstelle in Christos, die, wie schon im letzten Jahr, auch in diesem Winter das Heizöl für die Schulen geliefert hat, in den nächsten Tagen eine Rechnung schicken wird und ich werde das Geld dann wieder direkt überweisen.

Die Schulen konnten sich auch in diesem Winter wieder auf uns verlassen und alle sind sehr froh darüber!!!

Seit dem Regierungswechsel in Griechenland hat sich einiges bewegt und das trifft besonders auf die Gespräche über die sozialen Fragen zu. Hier hat die griechische Regierung für einen neuen Stil gesorgt und mit ihrer beharrlichen Art die Diskussion immer wieder auf die Probleme und Sorgen der griechischen Bevölkerung gebracht. Dafür ist Yanis Varoufakis Arroganz vorgeworfen worden und bei mancher Talkshow im öffentlichen deutschen Fernsehen habe ich mich geschämt, wie niveaulos mit einem demokratisch gewählten Finanzpolitiker Griechenlands umgegangen wird, der sich in erster Linie um die notleidende Bevölkerung kümmern will. Ich kann es mir nur mit der Angst der etablierten deutschen Politiker vor „den Linken“ erklären.

Was können wir im Kleinen tun, um die Depression, die auch auf Ikaria zu spüren ist, zu verändern – wir können durch unseren Besuch die Inselbewohner unterstützen, als Deutsche nicht „die Lösungen“ mitbringen, sondern dankbar sein, wie gut es uns selbst geht und diese Dankbarkeit teilen, den Menschen zuhören, Freundschaften knüpfen und darüber vielleicht auch finanziell helfen.

Bitte unterstützt uns weiterhin mit euren Spenden und schreibt auf Ursulas Seite, was euch bewegt und welche Ideen ihr habt!

Herzliche Grüße von Kirsten

 

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Spendenkonten Deutschland und Schweiz:
mit Vermerk : Spende für “Ikaria-Freunde”

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2016-12-13T04:35:52+00:00 März 26th, 2015|3 Kommentare

3 Kommentare

  1. Max Gautschi-Sprecher, Basel, Schweiz 30/03/2015 um 13:15 Uhr- Antworten

    Liebe Mitmenschen, Wenn ich als „neutraler“ Schweizer beobachte, wie im Moment die EU und die Griechen miteinander umgehen, kommt mir da nur der Gedanke, dass sich ein hoffnungsvolles und sinnvolles Friedensprojekt Europa in ein sinnloses Konfliktprojekt Europa verwandelt. Wo bleibt da der gegenseitige Respekt? Ich denke, beide Seiten müssen über die Bücher gehen, denn beide Seiten haben grosse Fehler gemacht. Wenn ich nur daran denke, wie miserabel, inkompetent und ineffizient die bisherigen griechischen Regierungen ihr Land über Jahrzehnte regiert haben – oder welches miserable und unrealistische Hilfskonzept für Griechenland die EU geschnürt hat etc. etc. – Es bringt daher überhaupt nichts, nur im Gegenüber den Schuldigen zu sehen – sondern Selbstkritik und entsprechendes realistisches und sozialverträgliches Handeln im eigenen Verantwortungsbereich ist vor allem angesagt. Nur dies ist letztlich zielführend und kann zu einer besseren Zukunft führen, was wir ja alle hoffen. Ich hoffe für Hellas und die EU sehr, dass beide dafür den Willen und die Kraft aufbringen. Max Gautschi-Sprecher

    • Kirsten Grimm 06/04/2015 um 22:07 Uhr- Antworten

      Lieber Max Gautschi-Sprecher, vielen Dank für deinen Beitrag. Ich sehe den gegenseitigen Respekt auch als sehr wichtige Basis an. Gruß Kirsten

  2. Oskar Senn 10/04/2015 um 10:35 Uhr- Antworten

    ja liebe Kirsten und lieber Max ich stimme Euch Beiden völlig zu. Es gibt übrigens im internet unter >Die AnstaltZDFmedithek< eine köstliche und gleichzeitig eine tief ernste Parodie über die berühmte Troika!! Ich wünsche den Ikarioten und Griechen eine schöne Osterzeit. Liebe Grüsse – Oski

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