EssenausgabeBericht und Fotos von Edith Bühler Jud

Dem kleinen Spaghetti-Fest gehen zwei Monate lange, intensive Reinigungsarbeiten von Freiwilligen im Dorf Faros und an dessen Strand voraus. Faros und Umgebung ist total herausgeputzt. Faros glänzt!

Weder Papierchen, Zigarettenstumel, rostige Teile von alten Utensilien, alte Autos noch sonstiger Abfall sind zu sehen.

Verkratzte Beine gehören der Vergangenheit an, denn die Wege zu Sehenswürdigkeiten und Stränden sind von Dorngestrüpp befreit. Vorbei sind die Zeiten, in denen man ratlos da stand, um diverse Strände wie „Iero“ oder „Agios Georgios“ beim Wehrturm Drakano oder das „Frurio“ (italienische Festungsruine aus dem 2. Weltkrieg) zu finden. Schulklassen haben wunderschöne, farbige Hinweistafeln beschrieben und gemalt, so dass sich die Touristen prima orientieren können.

Evangelis Plakidas, mein Stiefsohn von „Evon’s Rooms“ in Faros ist der äusserst engagierte Anführer, der all die Ideen hatte und viel Zeit opferte, um Freiwillige zu motivieren, ihm bei der Verwirklichung seiner Ziele zu helfen. Facebook sei Dank!

Durch dieses Medium und durch viel Überzeugungsarbeit ging der Aufruf an freiwillige Mitarbeitende. In kürzester Zeit bildete sich eine Interessen- und Fangruppe von über 800 Mitgliedern aus der ganzen Welt (es gibt ja viele Griechen/Ikarioten in Australien, Kanada und den USA), die die Idee „Sauberes Faros“ begeistert unterstützten. Jeder Einsatz war im Facebook mit entsprechenden Bildern und Texten illustriert und löste Bravo- und Danke-Echos aus. So wurden immer neue Helfer motiviert und rekrutiert.

PlakatEine tolle Geschichte mit sichtbarem Effekt und der Hoffnung auf Nachahmer

Gross ist die Hoffnung, dass der Funke auch auf andere Dörfer der Insel überspringt!

Der Grundgedanke des Projekts von Evangeli ist: „Leute, es herrscht Arbeitslosigkeit, wir stecken in einer Krise, viele von uns sind demotiviert und hoffnungslos. Trotz allem, jammert nicht, tut etwas! Lasst uns etwas für unsere Insel, uns selbst und den Tourismus unternehmen!!!“

Macaronda23. Juli 2014   Benefits-Macaronada für ein „Sauberes Faros“

Um 17 Uhr sammeln sich Frauen und Männer im Gemeindehäuschen. Die einen schneiden Tomaten, Zwiebeln, Peperoni und Gurken für den Salat, die anderen bereiten Bänke und Tische vor, stellen sie mit Sicht auf Strand und Meer und die Inseln Fourni auf der Platia auf; dazu griechsische Klänge, vorerst aus den Boxen.

Ab 18.30 Uhr, so steht es auf den Plakaten, die ich mit einer Freundin vor Tagen in Agios Kirikos und Umgebung an die Bäume und Kioskwände befestigt habe, gibt es Macaronia (Spaghetti mit Sauce) und ein Getränk für € 5. Wer gerne mehr geben möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

Alle Restaurants von Faros liefern zeitlich gestaffelt und auf eigene Rechnung fertig gekochte Spaghetti mit Tomatensauce. Rund 400 Portionen werden ausgeliefert.

Macaronada am Strand von FarosJunge, freiwillige Musiker begleiten den schönen Abend auf der Platia und sorgen für Stimmung. Mit dem ansehnlichen Erlös wird die Person bezahlt, die nun den ganzen Sommer dafür besorgt ist, die Strände und Wege sauber zu halten.

So markiert man Verantwortungsbewusstsein! So kreiert man Jobs! So siegt man! So ist man stärker!

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