Alte Eisen… „Hast du Lust mitzukommen? Wir machen am Sonntag eine Ausfahrt mit alten Motorrädern… Ist deine XL älter als 30 Jahre? Wir treffen uns um 11 Uhr in Christos auf der Plateia.“ Pünktlich um 11.30 Uhr war ich dann am vereinbarten Tag auf dem Dorfplatz – als Erster, aber nach und nach versammelten sich dann noch so an die zehn Fahrer mit ihren Enduros, zum größten Teil Zweitakter, und alle 30 Jahre und älter und in sehr gutem Zustand: Bultaco, Montesa, Yamaha XT, Honda XL…Wir warteten noch auf ein paar Nachzügler, und schon gegen 13 Uhr ging es dann los – erst mal zur Tankstelle, und dann nach Evdilos, wo noch ein paar Freunde zu uns stoßen sollten. Hier war es auch Zeit für den ersten Kafeneion-Besuch – und schließlich kam mit Manolos „Tsitsi“ und seiner Gitarre auch noch Musikbegleitung dazu. Er hatte tatsächlich ein paar „Motorradfahrer-Songs“ auf Lager, Insider-Liedgut zumeist, das ich leider nur zum kleinsten Teil verstehen konnte. Ich hörte aber einige Wörter heraus, die ich auch von deutschen „Treffensliedern“ kenne… Auf jeden Fall sangen die anderen mit, und die Texte schienen ziemlich witzig zu sein….

Schließlich kam auch noch ein „Ehrengast“ dazu – ohne Enduro, aber mit weißem BMW-R50-Gespann aus den 50er-Jahren, und wir machten uns auf den Weg nach Messaria… jetzt konnte es also endlich losgehen mit der Tour, schon richtig Aufsehen erregend, so viele Motorräder zusammen auf der Straße…, aber in Akamatra hieß es erst mal: stopp und links hoch – anscheinend waren wir mit dem Bürgermeister verabredet, der dort wohnt. So besetzten wir die kleine und ruhige Plateia am frühen Sonntagnachmittag mit den stinkenden Zweitaktern, und es wurde Zeit für einen kleinen Imbiss… Ich hörte und lernte viele neue griechische Begriffe aus Motor- und Vergaser-Innerem, und vor allem, wie man improvisieren kann, wenn Ersatzteile nicht oder nur in Monatsfrist beschafft werden können.Es wurde dann auch bald Zeit, wieder in Richtung Raches zu fahren, wo wir schließlich noch gemeinsam zum Essen einkehren wollten. Über Petropoulis und Frantato-Maratho ging es also auf der Schotterpiste vorbei am Moni Mounte zurück nach Christos… und nach ca. 55 km auf dem Tacho beschlossen wir beim wohlverdienten Abendessen, uns ab jetzt regelmäßig auf große Fahrt zu begeben…

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