Mit eurer Hilfe ist es möglich geworden!

Wir, das heisst eine Delegation von 13 Leuten hatten in Vertretung für alle SpenderInnen, am Ende unserer Tanzferien letzte Woche eine Audienz bei der Schulleiterin E. Vitsara für die Übergabe der ersten Tankfüllung von EUR 1500.
Der Ölpreis ist, haltet euch fest, auf EUR 1.50 (in Athen EUR1.35) gestiegen! Bei einem Mindestlohn von EUR 580, nicht vergessen! Es ist vielen Haushalten gar nicht mehr möglich, sich Heizöl zu leisten.
Das überreichte Geld für die Schule, reicht also für eine Tonne Heizöl, welches die Kinder und Lehrer die ersten Monate warm halten wird.
Frau Vitsara hat uns sehr herzlich empfangen, uns die Schule gezeigt und uns ihre aufrichtige Betrübnis über deren Zustand, aber auch die Lage Griechenlands insgesamt erklärt. Seit bald dreissig Jahrend betreut sie alle Kinder dieser Region und verfolgt deren Werdegang. Man könne nur hoffen, dass junge Menschen diesen Teufelskreis aus Korruption, Vetternwirtschaft und externer Manipulation durchbrechen und Griechenland wieder den Platz in der Geschichte geben, der ihm gebührt, sagt sie.
Danach hat sie darauf bestanden, uns alle in ein Kaffehaus in Christos auf ihre Kosten zum Kaffee einzuladen.

Die ganze Aktion war für alle Beteiligten sehr spannend!
Für uns war es gut, erstmals solch eine Schule von innen zu sehen! Kommentar einer Schweizerin: ,,Mein Gott, das ist ja keine Schule, sondern eine Lagerhalle!“Man kann es sich eben nicht vorstellen, wenn man solch eine heruntergekommene Schule nicht mit eigenen Augen gesehen hat; tut weh zu sehen, wie wenig der Staat in seine Zukunft, sprich Kinder, investiert!
Für Frau Vitsara war es wohltuend zu sehen, dass hinter dem Geld keine ,,Finanzhaie“, sondern einfache Menschen, welche Griechenland sehr verbunden sind und welche es mit der Solidarität ernst nehmen, stehen. Denn in den Medien und von der Politik wird anderes vorgelebt: wer Geld gibt, der will etwas! Und bis jetzt nichts Gutes! Frau Vitsaras Schlussatz: ,,Das Wichtigste ist, dass wir uns kennen lernen durften!“
Meine Intension war es, unsere Kulturen einander ein wenig näher zu bringen, durch die Begegnung miteinander, Vorurteile abzubauen und das gegenseitige Verständnis, die Zuneigung und die Toleranz zu fördern, Brücken zu bauen.

Ich möchte hiermit allen Spendern und Spenderinnen von Herzen danken!
Aus der Schweiz, Deutschland, Griechenland und Holland, ohne Eure tatkräftige Unterstützung und praktizierte Solidarität wäre dies gar nicht möglich gewesen!

Die Aktion geht weiter. Wir hoffen auf weitere Spenden!
Spendenkonten Schweiz und Deutschland

Lies weiter zu diesem Thema:
Ikaria-Freunde: wer wir sind
Laufende Projekte: Heizöl für die Schule
Abgeschlossenen Projekte: Oskar und die Abschlussklasse
Artikel: Spendenaufruf: Heizöl für die Schule
Artikel: Ikaria-Unterstützerkreis

Ein Erfahrungsbericht
Es galt nun nach der Geburt einer Idee, Nägel mit Köpfen zu machen. Ursula hatte in zahlreichen Gesprächen mit der Schulleiterin Frau Vitsara abgeklärt, ob es überhaupt möglich sei, dass Ausländer sich dem Heizöl-Problem dieser Schule annehmen. Es war nicht so einfach, denn es gab genügend praktische wie ideologische Bedenken. Ist es doch irgendwie betrüblich, dass der griechische Staat nicht in der Lage ist, dafür zu sorgen, dass Lehrer und Schüler in der Winterzeit nicht frieren müssen. Es bedurfte in den vorgängigen Gesprächen ein sehr feinfühliges Vorgehen. Dank Ursula hat es doch geklappt.
Mit Spannung und Interesse fuhren wir am letzten Tanzseminartag nach Rahes um die Schulleiterin und das Schulhaus kennen zu lernen. Frau Vitsara empfing uns sehr herzlich, erklärte uns die Aufgabe dieser Schule und dass hier 118 SchülerInnen zur Schule gingen. Sie führte uns durch verschiedene Räumlichkeiten und dabei konnten wir leicht feststellen, dass der 18jährige Bau sehr renovationsbedürftig ist.
Ursula erklärte ihr wie wir auf die Idee und Ausführung dieser Aktion gekommen. Es erfolgte die Übergabe der ersten Tankfüllung von 1500 Euro. Ordnung muss sein, meinte Frau Vitsara und stellte sichtlich berührt eine entsprechende Quittung aus. Das bestätigte mir den guten Eindruck, den sie bei uns hinterliess. Für mich ist diese Frau ‚der Engel‘ dieser Schule!
Anschliessend lud sie uns auf ihre Rechnung alle zu einem Kaffee in ein Kafenion unter den Platanen von Rahes ein. Nach einem Plauderstündchen verabschiedeten wir uns und fuhren mit vielen Gedanken zurück nach Armenistis. Für mich war es ein ganz besonderes Erlebnis und unvergesslich. Ursula, ganz herzlichen Dank für Deine Bemühungen und Dein diplomatisches Geschick.
Oskar Senn aus Münchenstein / Elvetia

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